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Kattegat statt Kanalinseln
Spontan mit der Cessna VFR durch Nord-Europa
von Jörg Bätjer

Wer erinnert sich nicht an das große Elbehochwasser 2013? Als im Mai der Regen in weiten Teilen Europas einsetzte und so manche Pläne aufweichte oder ganz weg spülte. So ging es auch uns. Monatelang hatten wir von den Kanalinseln und den Loire-Schlössern geträumt.

Das Navi programmiert, die Papierplanung ausgedruckt. Die Striche in der Flugkarte gesetzt. Die Anflugcharts besorgt. Die Hotels waren gebucht und die Schloss-Übernachtung im voraus gezahlt. Den Flugplan für Frankreich hatte ich dann auch noch am Vorabend bei der DFS aufgegeben. Bis zum Schluss hatten wir gehofft und gebangt. Es half nichts. Die Wetterlage blieb schlecht in Mittel-Europa und wurde immer schlechter. Wenn uns Gafor die Tage vorher noch Delta- oder wenigstens Mike-Bedingungen zeigte, hieß es jetzt X-Ray über dem Mittelgebirge. Starkregen nicht nur in Bayern und Thüringen. Auch für Köln und die Ardennen sah es nicht gut aus. Und schnelle Besserung war nicht in Sicht. Am Vorabend des geplanten Abflugtages hatte ich noch wage Hoffnung, dass zumindest abends ein Durchkommen sein könnte. Am Morgen sah dann aber alles noch schlimmer aus. Eigentlich unbegreiflich. Früher war doch die zweite Maihälfte immer eine Zeit mit stabilem gutem Wetter, oder?

 

Wir zwei von der FFG wollten uns mit einer Pilotengruppe aus Stuttgart bei Lille treffen um dann mit mehreren Maschinen weiter in die Normandie zu fliegen.  Alle hatten sich so auf den Frankreich-Flug gefreut. Noch am Sonntag saßen wir Braunschweiger zusammen in der FFG-Lounge um die Planung abzurunden. Dann der erste Schlag: Mein Co musste plötzlich absagen. Damit wäre die Sache schon fast erledigt gewesen. Ich konnte dann aber noch ganz schnell meinen Sohn Robert gewinnen, kein Pilot, aber ein netter und aufgeschlossener Begleiter. Und schließlich sehe ich meinen großen Sohn auch nicht mehr so oft... Am Mittwochmorgen hätte es nun alles wieder wie ausgearbeitet losgehen können. – Aber dann das Wetter! Jetzt doch noch alles absagen? Oder erst einmal abwarten und verkürzen?

 

Habe dann zunächst mit meinen Fliegerkollegen in Stuttgart telefoniert. „Was habt Ihr vor?“ Auch von Stuttgart aus ging nichts. Man wollte bis zum Abend warten und dann neu entscheiden. Für die Süddeutschen könnte es evtl. ein Durchkommen geben, wenn ich mir die Wetterkarte so genau ansah. Von Norden aus aber nicht. Für uns blieb das Bollwerk von aufliegenden Wolken im Kölner Raum und den Ardennen aber bis auf Weiteres vfr-mäßig unüberwindbar. Wie nun von Braunschweig nach Lille oder gleich weiter in die Normandie vorstoßen? Auch die lange von mir noch erwogene Ausweichroute, entlang der holländischen Küste nach Frankreich runter, war inzwischen vom schlechten Wetter verhangen.

 

Was nun? Die Maschine stornieren? Wieder in die Firma gehen (der Schreibtisch lag ja voll) und den Urlaub zurückgeben? -- Nein! Umplanen war die Devise! Wofür hat man denn nun ein Flugzeug zur Verfügung, gerade noch einen netten Begleiter gewonnen und im Büro alles geregelt? Es geht doch nicht darum, genau das einmal anvisierte Ziel zu erreichen, wenn es andere schöne Flecken gibt, die man noch nicht kennt und wo die Sonne scheint. Ein Blick auf die Satellitenbilder zeigte stabiles Hochdruckwetter über Dänemark und Südschweden. Auch schon Rügen und Usedom sowie Polen und weiter im Osten sah es besser aus. Mit dem Norden konnte man also nicht viel falsch machen. Vor ein paar Jahren hatte ich schon mal das Baltikum umflogen, müsste also noch alte Karten haben. Irgendwo fand sich auch noch eine uralte ICAO-Dänemark-Karte für die Planung. Das alte Material half bei der Orientierung, gab aber keine Sicherheit in Bezug auf die Lufträume und Hindernisse. Hab' mich dann entschlossen, mein kleines gpsmap 495 upzudaten. Nicht ganz billig! EUR 385 das ganze Paket. Dafür war der Download aber sofort möglich. Hatte dann allerdings noch große Schwierigkeiten mit dem Installation. Die Garmin-Internet-Seiten sind nicht leicht verständlich, finde ich. Dann stellte sich auch heraus, dass auf meinem Computer wichtige Treiber fehlten. Zum Haare raufen! Das kostete Zeit, fast den ganzen Vormittag. Dabei war doch eigentlich die Flugplanung überfällig.

 

Schließlich ging mir die Planung bis Stralsund doch schnell und routiniert von der Hand. Nur, hat der kleine  Grasplatz überhaupt in der Woche geöffnet? Das Telefon bei der Flugleitung klingelt ins Leere. Im Fliegerkalender finde ich noch 2 andere Nummern. Schließlich meldet sich ein guter Geist und verspricht am Platz zu sein.

 

Nun konnte es endlich losgehen. Als wir zur Tanke rollen war die Startrichtung noch 08. Dann kommt auch schon der Schauer nieder und der Wind dreht. Nach dem Tanken heißt es dann 26 und 10 Knoten Gegenwind. Können dann aber gleich zwischen den Ortschaften nach rechts abdrehen. Schon über dem Mittellandkanal wurden die Bedingungen schon wieder besser: Wir haben  wieder Südwind.

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So kommen wir zügig voran. Schönes Wetter in Mecklenburg. Stralsund ist sehenswert. Gibt einen guten Vorgeschmack auf Skandinavien.

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Für 12h am nächsten Tag haben wir uns mit dem Flugleiter verabredet. Mussten dann aber noch kurz vor dem verschlossenen Tor warten. Unsere ESMO stand so gut aufgehoben. Den Rest der Flugplanung und die Aufgabe des Flugplans bei der DFS dann im Garten des Fliegercafes bei herrlichem Sonnenschein.

 

So ein bisschen Bammel hat man dann doch vor einem größerem Wasserabschnitt. Aber der Weg über Rügen und Bornholm bei schönem Wetter war ja nun wirklich kein unkalkulierbares Risiko. Die Schwimmwesten haben wir uns aber trotzdem schon gleich umgelegt. Sicher ist sicher. Bremen Information leitet uns dann gleich auf Rönne Tower. An dem Platz vorbei ging es in 4.000 Fuß. Die Höhe habe ich auch für den weiteren Abschnitt bis zur schwedischen Küste beibehalten. Es gab dann da noch ein Gefahrengebiet auf schwedischer Seite. Schweden Radar bestätigte uns aber, dass wir da unbehelligt durch könnten. Danach wurden wir dann immer von Turm-Frequenz zu Turmfrequenz der nächstgelegenen größeren Flugplätze weiter geleitet. Bis nach Kalmar.

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Kalmar war der Ort, für den ich 2009 schon einmal eine Übernachtung im Voraus bezahlt hatte, dann aber dort nicht landen konnten, da im Juli der Flugplatz offiziell geschlossen ist, wie ich damals aber erst ganz kurz vor dem Abflug realisierte.  Die Brücke nach Öland rüber lag im Dunst und ihre wahren Ausmaße waren kaum zu erahnen. Die Innenstadt wirkte auf uns nordisch herb. Aber irgendwie auch gemütlich. Alt und neu gehen eine pragmatische Zweckehe ein. Wie am Mittelmeer spielte sich in diesen lauen Mitt-Sommernächten das Leben auf der Straße und den Kneipenterassen statt. 

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Abends haben wir uns dann gerade einmal ein einziges Bier gegönnt. Rund  EUR 10 kostet der halbe Liter. Und schmeckte nicht mal richtig. Es fällt aber auf, dass die Schweden im Schnitt alle schlanker sind und gesünder aussehen. Hat wohl doch auch sein Gutes, sich mit Alkohol zurück zu halten.

 

Erst am nächsten Morgen fiel dann die Entscheidung, unseren Trip in Richtung Dänemark fortzusetzen. Vorher hatte ich auch noch überlegt ins Baltikum weiter zu fliegen. Aber die neusten Satellitenbilder ließen schon erahnen, dass von Osten  schlechteres Wetter kommt. Jütland versprach noch länger schön zu bleiben. So haben wir uns für Aalborg und einen Flug über das Kattegat entschieden. Die Flugplanung und das Ausfüllen des Flugplans in dem Internetformular der DFS geht immer schneller von der Hand. Hilfreich ist dabei, dass man auf den alten abgespeicherten Plan zurückgreifen kann und dann nur noch die neue Wegstrecke eingeben muss. Am längsten habe ich gebraucht die Kennung für die dänische FIR zu finden. Es ist die Kennung von  Kopenhagen.

 

Das kontrollierte Fliegen in Schweden erschien mir ein bisschen anders als bei uns. Nach Verlassen der Kontrollzone wird man auf die Radarfrequenz vermittelt, die einen dann aber gerne mal vergessen. Kurz vor Einflug in den Luftraum Charly von Vaxjö habe ich mich dann von mir aus beim Radarlotsen verabschiedet, der mich noch lobte für meine Eigeninitiative.

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Nach dem Wechsel auf die Approach-Frequenz von Vaxjö bekam ich dann aber gleich einen Einlauf vom Tower-Lotsen. Wieso ich mich denn erst jetzt melden würde, wo ich schon auf seinem Territorium sei und nicht vorher?. Er gab dann aber Ruhe, als ich ihm erklärte, dass Radar gar keinen Wechsel angeordnet hätte und ich kurz vor seiner Kontrollzone selber aktiv werden musste.

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Wir hatten klare weite Sichten. Ich durfte, sobald wir im dänischen Luftraum waren, direkt auf den Flugplatz Aalborg zuhalten. War eigentlich auf den kleinen Umweg über den nördlichen Meldepunkt vorbereitet. Ließ mir den direkten Kurs extra noch einmal bestätigen. Dieser Anflug war mir unheimlich. Schließlich steuerten wie so direkt auf den Abflug der aktiven Startbahn 08 zu. Der dänische Türmer blieb aber ganz locker und bestätigte „Direct Downwind 08“ Später – kurz vor dem Platz -- bekamen wir dann doch noch die Anweisung 30 Grad weiter nach Norden zu schwenken. als eine Boing startete.

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Erst am Flughafen haben wir uns mit der Hotelfrage beschäftigt. In Zeiten des tragbaren Internets eigentlich völlig problemlos. Wenn man tatsächlich angekommen ist, braucht man sich um evtl. Stornierungskosten keine Gedanken mehr zu machen. Und das Buchen geht normalerweise zügig und unproblematisch. Manchmal gibt es sogar noch attraktive Last-Minute-Schnäppchen.

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Aalborg ist eine nette Universitätsstadt, reizvoll am Sund gelegen.

 

Bei herrlichem Wetter freuten sich alle auf den Beginn des Wochenendes. Ausgelassene Stimmung.

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Selbst abends konnte man bei angenehmen Temperaturen noch gut draußen sitzen beim Bier. Hier stimmten wieder die Verhältnisse zwischen  Menge, Qualität und Preis…

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Der Wetterbericht am nächsten Morgen ließ mich unruhig werden. Das gute Wetter über Jütland ging dem Ende entgegen. Von Westen kam schlechte Sicht auf, Auch in Deutschland blieb der Regen über weite Strecken mit niedrigen Wolken, auch dort, wo wir wieder hin zurück mussten. Wäre die Lage doch weiter so eindeutig positiv wie zuvor! Dann hätte ich mich jetzt auf den Flug nach Samsö vorbereitet.

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So sollten wir aber nun doch schon mal deutlich näher an Braunschweig herankommen. Aber südlich von Hamburg war X-Ray angesagt, zumindest bis zum späten Nachmittag. Wäre vielleicht abends ein Durchkommen bis Braunschweig? Sonntag wollten wir spätestens wieder zurück sein. Aber den letzten Tag hatte ich als Reserve geplant. Wäre es vielleicht besser, noch abends in EDVE anzukommen? Wir beschlossen in der ersten Tagesetappe bis Kiel zu fliegen. Vorher ging es aber noch entlang der herrlichen Ostküste Jütlands

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Nach Kiel zog es mich kräftig hin, hatte ich doch so Gelegenheit, Robert meine alte Uni-Stadt zeigen. Wir wollten dann entscheiden, ob wir nicht danach noch abends rechtzeitig vor dem Dunkelwerden nach Braunschweig kommen oder in Kiel übernachten sollten. Je nach Wetterlage.

 

Das Wetter war in Kiel zunächst noch schön. Bis zum Nachmittag. Dann auch hier Regen. Und die Metar-Meldungen waren auch für danach nicht gerade berauschend entlang unserer Route. Braunschweig blieb dicht. Vielleicht wären wir weiter östlich noch bis Cochstedt oder Magdeburg gekommen. Aber was hätte das gebracht?

 

So sind wir mit dem Bus nach Holtenau zurück, aber nur um unsere Taschen zu holen.

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Haben dann über das Internet schnell noch ein Hotel in der Innenstadt bzw. Hafennähe gebucht. Mit Buchungsbestätigung! Nachdem das Taxi uns dort  abgesetzt hatte, stellte sich aber heraus, dass die Buchungsbestätigung falsch war. Es gab gar keinen Platz mehr. Das Hotel war belegt, die Stadt voll. Ein Kreuzfahrtschiff war angesagt mit Passagierwechsel am Sonntag. Außerdem war ein großer Flohmarkt im Aufbau mit vielen Teilnehmern von außerhalb. Und wir mittendrin.Die Rezeption war schuldbewusst und sehr hilfsbereit. Man und brachte uns dann doch noch ganz gut in einem befreundeten Hotel ein paar Straßen weiter unter.

 

Am Sonntagmorgen wurde das Wetter wieder etwas freundlicher. In Kiel gab es zwar anfangs noch tiefhängende Wolken, doch es wurde leicht besser, so auch für unsere Strecke bis Braunschweig angesagt. Wenn auch längst nicht ideal. Zumindest 1800 Fuß broken. So flogen wir nach einer Ehrenrunde über die Kieler-Förde

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nach Lübeck durch die Kontroll-Zone (drüber ging ja nicht wegen der Wolken) und dann weiter Südkurs.

 

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Über der Elbe sahen wir schon die Vorboten des großen Hochwassers.  Dann weiter nach Uelzen am Elbeseitenkanal bis nach EDVE.

 

Ein schöner Trip, spontan und anders als lange vorbereitet. Aber die Kanalinseln laufen uns ja nicht weg. Vielleicht werde ich meine Planung ja noch in 2014 verwenden…

 

(Übrigens: Die Stuttgarter mussten doch noch den ganzen ersten Tag ausfallen lassen. Sind am nächsten Tag aber noch bei mäßigem Wetter den vorbereiteten Parcours abgeflogen, haben nur eben den ersten Abschnitt ausgelassen.)

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