Herzlich willkommen bei der FFG, Marc! Viel Spaß und Erfolg bei deiner Ausbildung! +++ Felix hat seine praktische PPL-Prüfung bestanden! Herzlichen Glückwunsch und always Happy Landings! +++ Wir gratulieren Thiago zum ersten Soloflug! Herzlichen Glückwunsch und weiterhin Happy Landings! +++ Wir heißen Hendrik und Alexander als neue Flugschüler willkommen und wünschen eine erfolgreiche Ausbildung! +++ Patrick hat seine praktische PPL-Prüfung bestanden! Gratulation und weiterhin Happy Landings! +++ Sebastian hat seine praktische PPL-Prüfung bestanden! Herzlichen Glückwunsch und weiterhin Happy Landings! +++ Herzlich willkommen bei der FFG, Udo! Wir wünschen Dir viel Spass und always Happy Landings! +++ Wir haben neue BZF-1 Inhaber. Glückwunsch Fabrizio, Karsten und Thiago! +++ Und der nächste Solist: Herzlichen Glückwunsch Holger und weiterhin Happy Landings!

Der Anfang

Die Kinder sind aus dem Haus und es bietet sich die Chance nur noch 3 Tage die Woche zu arbeiten. Plötzlich habe ich Zeit, ein neues Hobby muss her. Wenn man sich das ganze Berufsleben mit den Betriebsabläufen bei der Bahn beschäftigt, schaut man schon mal ab und zu, wie das in der Fliegerei so funktioniert. Fliegen fand ich schon immer spannend – nur irgendwie unerreichbar. Weihnachten 2018 habe ich einen Gutschein für eine Stunde im Airbus-Simulator geschenkt bekommen. Das war so interessant, dass ich danach begonnen habe, mich mit Flugsimulatoren auf dem PC zu beschäftigen – irgendwie bin ich also damals schon geflogen. Bei meinen Recherchen im Internet bin ich dann auf die Webseite der FFG gestoßen. Dort wird ein Schnupperflug angeboten. Nicht lange zögern, ausprobieren kostet ja (fast) nichts. Tolle Sache, ich darf selber steuern, quasi eine Flugstunde #0. Und plötzlich war die Chance richtig zu fliegen ganz real. Da gibt es natürlich kein zurück mehr.

Aufnahmeantrag, Gespräch mit dem FFG-Vorsitzenden und dem Kassenwart (September 2019). Alles nette Leute. Und schon kann es losgehen, zumindest mit dem Theorieunterricht. Zum Fliegen braucht es noch ein Medical. Und um ohne fremde Hilfe auf das Flughafengelände oder in die (damalige) FFG-Lounge zu kommen, wird eine amtliche Zuverlässigkeitsüberprüfung benötigt. Das dauert. Mein Flughafenausweis lag unter dem Weihnachtsbaum 2019.

 

Theorieunterricht

Viele neue Fächer. Ich will sie nicht alle aufzählen, aber da ich von Natur aus neugierig bin und gerne lerne, macht das Spaß. Und die Lehrer sind alle total engagiert und nett. Wir sind leider meist nur zu zweit als Schüler – in einer etwas größeren Gruppe hätte es bestimmt noch mehr Spaß gemacht.

 

BZF Prüfung

Zum Theorieunterricht gehört auch die Sprechfunkausbildung. Anders als in den übrigen Fächern, muss man hier selbst viel häufiger aktiv werden. Man simuliert zu Funken auf vorgegebenen An- und Abflügen, wobei der Ausbilder den Part der Bodenfunkstelle übernimmt.

Ein Highlight der Sprechfunkausbildung ist der Besuch im Tower Braunschweig. Dort kommt man ja sonst nicht hin. Es war nicht viel Verkehr an diesem Abend im Dezember – ein Lufthansa Pilot hat mit einem Airbus Touch and Go's trainiert, sonst nichts. Umso besser, so haben die Lotsen Zeit uns etwas aus ihrem Arbeitsbereich zu erzählen.

Zur BZF Prüfung geht es Anfang Dezember 2019 nach Berlin zur Bundesnetzagentur. Zuerst ist ein Text ins Englische zu übersetzen, anschließend ist eine Sprechfunk-Übung wie im Unterricht mehrfach praktiziert zu absolvieren. Bloß den Pflichtmeldepunkt nicht vergessen, dann klappt es schon.

 

Platzrunden

Am Anfang heißt es Platzrunden, Platzrunden und nochmal Platzrunden. Solange bis jeder Handgriff sitzt und man das Gefühl für Gashebel, Trimmung und so manch anderes hat. Das dauert etwas, gerade wenn man keine 20 mehr ist. Aber Spaß macht es. Ich muss zugeben, dass ich bei den ersten Flugstunden schon mal ein etwas flaues Gefühl im Magen hatte. Es ist ungewohnt und schaukelt je nach Wetter doch schon mal ein bisschen. Das hat sich aber sehr schnell gelegt, hatte ich danach nie mehr. Der Körper gewöhnt sich wohl daran.

Aber auch das gehört zur Wahrheit: Ich muss schnell einsehen, dass es nicht immer so rund läuft, wie ich mir das wünsche. Viele Flugstunden fallen aus wegen Wetter (unzureichende VMC - Visual Meteorological Conditions heißt das korrekt), Flugzeug in der Wartung oder weil dem jeweiligen Fluglehrer etwas dazwischen kommt – klar, total verständlich, die FIs betreiben das ja auch als Hobby nebenbei. Aber dran bleiben denke ich mir, das PPL Vorhaben ist ein Marathon kein Sprint.

Von Anfang März 2020 bis Mitte Mai 2020 ruht das Vereinsleben für 2 Monate – Corona lässt grüßen.

 

Theoretische Prüfung

Im Juni/Juli 2020 ist AviationExam mein am häufigsten benutztes Computerprogramm. Prüfungsfragen büffeln ist angesagt. Dann folgt das QualityGate beim Ausbildungsleiter Theorie und ab geht es nach Oldenburg zur Prüfung, weil in Wolfenbüttel während Corona nicht geprüft wird. Am 20.7.20 ist es geschafft, war alles in allem machbar. Im Nachhinein muss ich sagen: Glück gehabt, denn dies war wohl für längere Zeit einer der letzten Prüfungstermine in Niedersachsen – Corona lässt grüßen.

 

Erstes Solo

Am 24.7.20 habe ich keine Ahnung, was auf mich zukommt. Eigentlich ist ein Flug nach Hannover geplant. Den haben wir zwar gemacht, aber lediglich als tiefen Überflug über Piste 27L damit ich den Weg zum Alternate kenne, wie ich später erfuhr. Zurück in EDVE dann die überraschende Frage, ob ich heute noch was vor habe. Plötzlich taucht zufällig der Ausbildungsleiter Praxis auf. Checkflug mit zweitem FI. Und dann los. Kurz danach bin ich das erste mal allein in der Luft. Der Blick nach rechts - der Sitz ist leer, kein FI. Zu sehen ist der Flügel, der mich trägt. Tolles Gefühl. Drei Platzrunden, nach ca. 20 Minuten allein in der Luft ist es geschafft bzw. schon wieder vorbei. Erstmal, denn jetzt geht es ja erst richtig los.

 

 

Überlandflüge

Bei den ersten Überlandflügen nach Stendal, Ballenstedt und Magdeburg ist Koppelnavigation auf dem Programm. Markante Kontrollpunkte definieren und dann finden ist hier die Kunst. Geeignet sind große Städte, markante Türme und Höhenzüge sowie Autobahnen, Flüsse bzw. Kanäle und (mehrgleisige) Eisenbahnlinien als Auffanglinien. Nicht geeignet sind Windräder – es gibt einfach zu viele und sie variieren zu schnell. Ein wenig erinnert mich das Identifizieren der Kontrollpunkte aus der Luft an Geocaching – hab ich früher auch gern gemacht.

Die ersten Erfahrungen mit dem Wetter gab es auch – nicht immer scheint die Sonne und man kann trotzdem  Fliegen. “Da fliegst du besser nicht rein” - diesen Satz habe ich ein paar mal gehört als in der Ferne eine typisch nach unten ausgefranste Regen- oder Gewitterwolke zu sehen war. Extrem wichtig zu wissen, was geht und was nicht in dieser Hinsicht. 

 

Verkehrsflughafeneinweisung

Am 2.12.2020 steht die Verkehrsflughafeneinweisung auf dem Programm. Eigentlich hatte ich für Erfurt geplant. Aber das Wetter ist nicht so toll, zumindest nicht südlich des Harzes. Weiter östlich sind die Prognosen besser. Also kurzerhand umgeplant, neue Planung für Leipzig erstellt und auf gehts.

Einen Spruch hatte ich bisher immer wieder und wieder gehört: “You can always go around” - es gibt ihn sogar als Lied auf Youtube. Und dass man dafür Lob vom Fluglehrer bekommt, hatte ich auch schon begriffen. Also habe ich auch auf der 4km Bahn in Leipzig nach einem etwas harten Aufsetzen einfach durchgestartet. Und was soll ich sagen – es gab Lob vom FI.

Es ist eine tolle Erfahrung auf so einem großen Flughafen zu landen, mit Follow Me zur Abstellfläche geleitet zu werden und den Taxiservice übers Rollfeld zum GAT zu genießen. 

 

Im Flughafengebäude ist es etwas gruselig. Riesen-Halle, zig Geschäfte, aber total menschenleer und alle Geschäfte zu – Corona lässt grüßen. Wir haben dann den einzigen(!) geöffneten Backshop gefunden und allein in der riesigen Halle ein belegtes Brötchen verzehrt. Als zwei Polizisten wohl mehr zufällig auf uns zukommen, haben wir uns verdrückt und auf den Rückweg gemacht.

Auf dem Rückweg folgt dann noch die Höheneinweisung, die Welt von oben aus 9500ft – alles am Boden wird ein bisschen kleiner. Und es dauert bis man oben ankommt, der Ladedruck geht trotz Vollgas stetig zurück – die Aquila müht sich und schafft es am Ende. Aber sehr viel höher geht es mit ihr nicht, ist mein Eindruck. Reicht ja auch fürs Erste.

 

Solo-Überlandflüge

Mein erster Solo-Überlandflug: Ausflug aus der Kontrollzone EDVE über Sierra Richtung Salzgitter-Schäferstuhl, dann Richtung Ballenstedt und über Echo1 zurück zum Platz, ohne Zwischenlandungen versteht sich. Nach dem Ausflug und der Anmeldung beim FIS bleibt erstmals etwas Zeit, um nach draußen zu schauen und den Flug einfach zu genießen, zumal auch noch Top-Wetter war. Die bisherigen Überlandflüge waren geprägt durch Airwork, Notlandeübungen und anderes. Und jetzt sitzt da rechts keiner, der mich „nerven“ kann. Natürlich musste ich mitkoppeln und die anderen Routine-Checks im Cockpit durchführen – aber das klappt mittlerweile schon recht gut.

Als Solo-Dreieck habe ich ursprünglich EDVE-EDWC-EDLI-EDVE geplant. Dann kommt die Ansage nur noch in Niedersachsen zu landen – Corona lässt grüßen. Also Bielefeld raus, Osnabrück-Atterheide rein. Geht auch. Der 24.3.21 ist ein schöner Tag – es hat alles geklappt.

 

Praktische Prüfung

Nun steigt die Spannung. Es ist alles erledigt, was auf dem Ausbildungplan steht – ich bin bereit für den Stage Check, der dann auch am 17.4.21 stattfindet und mich in Richtung Uelzen / Gardelegen führt.

Plötzlich geht alles rasend schnell – am Montag Anmeldung zur Prüfung bei der Behörde, am gleichen Tag Zuteilung des Prüfers und erste Kontaktaufnahme. Die Prüfung ist für Donnerstag 22.4.21 verabredet. Im Lauf des Montagabend wird klar, dass es am Donnerstag schwierige VMC geben wird (Wind in Boen bis 33kt). Aber das Wetter am Dienstag 20.4.21 ist hervorragend. Also rufe ich Dienstag morgen um 8:15 den Prüfer an, der dankenswerterweise auch sofort mitmacht: Prüfung heute um 16:30!

Gleich zu Beginn der Prüfung die Ziellandeübung. Um es spannend zu machen, habe ich den ersten Versuch versemmelt (zu hoch). Der zweite hat dann geklappt. Danach auf die Strecke Peine-Hildesheim-Alfeld-Bad Gandersheim-Hahausen und zurück über Sierra. Auch hier ist Koppelnavigation gefordert, das GPS bleibt inaktiv. Unterwegs Airwork, IFR-Haube und Notlandeübung. Dann das aktuelle QDR zum VOR Hehlingen ermitteln. In Erinnerung bleibt mir die Stall-Übung: “Ziehen sie richtig, nicht nur bis zum Pieps, sonst zieh ich mit” ist ein Zitat vom rechten Sitz.

 

Danke an alle, die mich auf dem Weg zur PPL(A) unterstützt haben.

Lothar Becke

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