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Union Jack Montage Hintergrundbild | Wallsauce DE

Ein ursprünglich nach London geplanter VFR Flug wurde Corona bedingt nach Shoreham verlegt. Die Vorbereitung des Fluges nach Südengland hat etwa einen Tag in Anspruch genommen. Zur Verfügung stand eine 2017er Aquila 211 mit moderner Ausstattung. 

Nach Recherche der Aeronautical Information Publication (AIP) für die Länder Niederlande, Belgien, Frankreich und Großbritannien, welche das Regelwerk des Flugverkehrs in dem jeweiligen Land beschreibt, waren einige Formalitäten schnell erledigt. Für die Ein- und Ausreise nach bzw. von Großbritannien, das nicht Mitglied des Schengenraumes ist, müssen zusätzliche Zollregularien und Anmeldeformalitäten beachtet werden (und zusätzlich ein Corona Einreiseformular für England). Die allermeisten Formalitäten ließen sich problemlos online erledigen. Der PPR request in Shoreham wurde prompt und positiv beantwortet. Die Streckenführung wurde so geplant, dass ein Tankstopp mit den entsprechenden Zollformalitäten verbunden werden konnte. 

Als Zwischenstopp wurde daher Calais (LFAC) gewählt, das dann auch als Station für den Überflug über den Ärmelkanal nach Dover diente. Der Zwischenstopp war dann auch gut geeignet, um die Schwimmweste für die 38km Strecke der Kanalüberquerung anzulegen.

 

Die Routenplanung zeigt das erste Leg von Braunschweig nach Calais. 

Die detaillierte Flugplanung begann zwei Tage vor Abflug, die Wettervorhersage war als stabil mit sehr hohen Temperaturen vorausgesagt. Da die kleine Aquila über keine Klimaanlage verfügt und eine wunderbare Rundumsicht-Kuppel besitzt, konnte bei 30°C und überaus blauem Himmel eine gute Sicht erwartet werden, bei gleichzeitig kuscheliger Innentemperatur im Cockpit.

Der Flug startete am 06. August 2020 nach Aufgabe des Flugplanes und einem kurzen Besuch durch Behördenpersonal. 

Die Wegplanung der ersten Etappe ergab für die Strecke Braunschweig - Calais (Distanz: 340NM) eine Flugzeit von ca. 3:25h. Da macht die Aquila zu einer guten Sightseeing-Maschine. Und man hat genug Zeit, um sich mit allen Situationen unterwegs in Ruhe auseinander zu setzen.

 

Abbildung 1 - Flughafen Calais (LFAC)

Interessant waren auch die verschiedenen Dialekte vom jeweiligen Tower-Personal, die sich mit ihrem jeweiligen Englisch unterhielten. Dabei hilft die gern genutzte Phrase „say again“, die auch bei diesem Flug des Öftern genutzt wurde. 

Das zweite Leg der Strecke führte von Calais über den Kanal nach Dover und weiter der Küstenlinie folgend nach Shoreham. Hierfür wurden ca. 1:15h benötigt. 

Ärmelkanal mit den White Cliffs of Dover Fähren und Containerschiffe auf dem Ärmelkanal

Dover und die White Cliffs of Dover Südlich von Eastbourne mit den Seven Sisters

 

Das Erreichen der Küstenlinie wurde mit coasting in bei Dover gemeldet, mit den White Cliffs of Dover (siehe Bilder).

Entlang der Küste (Hastings, Eastbourne, Seven Sisters) ging es dann nach Shoreham.
Der Tower von Shoreham lotste mich direkt in die dortige Platzrunde (ein veröffentlichtes Verfahren zum Anflug auf einen Flugplatz und zur Landung dort).

Nach dem Abstellen des Flugzeugs erwartete ich die britische Border Police, aber wie auch schon in Calais ist diese nicht erschienen, sodass der Flughafen ohne Kontrolle in Richtung Brighton verlassen werden konnte.

In die Stadt kam ich mit dem örtlichen Bus, dieser fährt ca. 10 Minuten fußläufig vom Flughafen aus in regelmäßigen Abständen. Auf dem Weg in die Stadt buchte ich noch ein Hotelzimmer über ein Hotelbuchungsportal und fand auch eins direkt an der Promenade zu einem vernünftigen Preis. Den Tag schloss ich schon ein wenig stolz mit einer ordentlichen Portion Fish&Chips mit Blick auf das Meer bei sommerlichen 25°C ab.

Flughafen Shoreham (EGKA) Fish&Chips an der Strandpromenade von Brighton zum Tagesausklang



Die D-EZOS in Shoreham


Nach einem leckeren Full English Breakfast ging es am Freitagmorgen, 07. August 2020, direkt wieder zurück zum Flughafen. Dort bezahlte ich die Lande- und Abstellgebühr und fragte nach der Border Police. Aber auch an dem Morgen war diese nicht vor Ort, sodass ich nach dem Checken und Vorbereiten des Flugzeugs direkt den Heimflug antreten konnte.

Der Rückflug verlief wie der Hinflug, nur in umgekehrter Reihenfolge.

Beim Überflug des Ärmelkanals wollte der britische Fluglotse meinen „coasting out“-Punkt, also den Punkt des Verlassens des Festlandes wissen, dieser war auf meiner Strecke wieder Dover.

In Calais angekommen war diesmal tatsächlich die französische Polizei vor Ort und wollte außer meinem Personalausweis nichts weiter sehen, sodass ich nach dem Tanken weiter in Richtung Braunschweig flog.

Aufgrund der Wärme (>30°C) und einer unruhigen Luft entschied ich mich, in eine größere Höhe zu steigen (7.500 Fuß, ca. 2.300 Meter), wo es mit 12°C Außentemperatur und nahezu stiller Luft sehr angenehm zu fliegen war. Und so begann ich östlich von Hildesheim den Sinkflug in Richtung Braunschweig und landete nach zwei tollen Flugtagen glücklich und zufrieden auf unserem Heimatplatz. 

Fazit:

Es hatte sich für mich ausgezahlt, mit der nötigen Zeit und Akribie die Flugvorbereitung durchzuführen, so kam es auf der Strecke zu keinen unvorhergesehenen Überraschungen - Flugvorbereitung ist aus meiner Sicht das A und O, auf Flügen innerhalb Deutschlands und im Ausland! Zugute kam mir, dass ich auch in Deutschland weitgehend den Funkverkehr in englischer Sprache führe, sodass ich die entsprechenden Redewendungen, welche global genutzt werden, schon verinnerlicht hatte und auch hier keine Überraschung erfuhr. 

Zusammenfassend kann ich sagen, dass dieser Ausflug eine absolut geniale und bereichernde Flugerfahrung war und ich diesen Trip so wieder antreten würde.

 

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